EISBÄREN ENTSCHEIDEN EISHOCKEY-KRIMI NACH VERLÄNGERUNG FÜR SICH

Speaker 1

In einem packenden Ostbayern-Derby besiegten die Eisbären Regensburg den Deggendorfer SC mit 6:5 nach Verlängerung. Die Tore der Eisbären erzielten Tomas Schwamberger (2), Nikola Gajovsky, Richard Divis, Peter Flache und Andreas Geigenmüller.

In das zweite Ostbayern-Derby der Saison starteten die Eisbären mit einer eiskalten Dusche. Nur wenige Sekunden waren gespielt, als Thomas Greilinger (1.) allein auf Peter Holmgren zulief und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den zugesprochenen Penalty verwandelte der Ex-Nationalspieler souverän selbst und sorgte damit für die frühe Deggendorfer 1:0 Führung. Für die Hausherren kam es sogar noch besser: Andrew Schembri (8.) zog von außen vor das Tor und brachte den Puck per Rückhand auf das Tor. Der wurde noch leicht abgefälscht und fand so den Weg zum 2:0 durch die Beine von Peter Holmgren im Gehäuse der Regensburger. Die zeigten sich von diesem Rückstand etwas geschockt und fanden nur schwer in die Partie, während sich der DSC stets gefährlich präsentierte. In der 18. Spielminute allerdings sorgte Tomas Schwamberger für einen Weckruf: Die Regensburger #10 ergatterte sich im Mitteldrittel die Scheibe, lief allein auf Niklas Deske zu und versenkte gekonnt zum 2:1 Anschlusstreffer. Beflügelt von diesem Tor spielten sich die Eisbären jetzt öfter gefährlich in das Drittel der Hausherren, ein weiteres Tor sollte in diesem Drittel jedoch nicht mehr fallen.

Der Deggendorfer SC startete noch mit 1:40 verbleibender Überzahl in den zweiten Spielabschnitt, konnte aber keinen Profit daraus schlagen. Besser machten es die Regensburger, als Marius Wiederer wegen Hakens in die Kühlbox musste. Nach einer schönen Kombination über Richard Divis und Nikola Gajovsky stand Peter Flache (25.) vor dem Tor genau richtig und arbeitete die Scheibe zum 2:2 Ausgleich hinter die Linie. Jetzt drehten die Oberpfälzer richtig auf und waren die optisch überlegene Mannschaft. In der 28. Spielminute sollten die Regensburger dann erstmalig an diesem Abend in Führung gehen. Nach einem geblockten Pass sprang das Spielgerät zurück auf die Scheibe von Richard Divis, der jetzt leichtes Spiel hatte und ungehindert einnetzen konnte. Damit noch nicht genug: Andreas Geigenmüller (29.) kam hinter dem Deggendorfer Tor an den Puck und überwand Niklas Deske zum 2:4, indem er den DSC-Goalie gewieft von hinten anschoss. Nach diesem Doppelschlag nahm Deggendorfs Coach Henry Thom eine Auszeit und diese zeigte schon zügig ihre Wirkung. In Überzahl nahm sich Thomas Geilinger (32.) ein Herz und hämmerte den Puck mit einem brachialen Gewaltschuss zum 3:4 in die Maschen. Wer jetzt dachte, das Spiel würde in ruhigere Bahnen geleitet, der irrte sich, denn es ging weiter Schlag auf Schlag. Nikola Gajovsky (34.) zeigte sich vom Deggendorfer Anschluss nicht beeindruckt stellte mit einer tollen Einzelleistung zum 3:5 den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Unterbrechung.

Auch im letzten Drittel ging es ereignisreich weiter. Eigentlich waren die Eisbären in Überzahl, mussten aber einen Gegentreffer nach einem Konter hinnehmen. Thomas Greilinger hatte das Auge für den mitlaufenden Chase Schaber (43.), der den Puck trocken zum 4:5 unter die Latte nagelte. In den Folgeminuten sahen die Zuschauer vor den Bildschirmen ein sehr unterhaltsames Spiel, bei dem es Chancen hüben wie drüben gab. Die größte für den DSC hatte Chase Schaber (55.), der Peter Holmgren schon geschlagen hatte aber mit seinem Schlenzer nur den Pfosten traf. Besser machte es der Deggendorfer Import-Stürmer wenige Augenblicke später. Mit einer überragend ausgeführten Einzelleistung besorgte Schaber (58.) den inzwischen nicht unverdienten Ausgleich zum 5:5. Die Hausherren waren jetzt am Drücker und der Führung näher, allerdings verteidigten die Rot-Weißen leidenschaftlich und es fiel kein weiteres Tor, womit es in die Verlängerung ging.

Mit drei gegen drei und reichlich viel Platz auf der Spielfläche lief das Spiel es auf und ab, denn beide Teams wollten sich den Zusatzpunkt sichern. Der Lucky Punch zum 6:5 sollte letztlich aber den Regensburgern gelingen. Wieder war es Tomas Schwamberger (61.), der sich die Gelegenheit eines Alleingangs nicht nehmen ließ, Niklas Deske abermals ausspielte und mit seinem zweiten Tor des Abends zum Matchwinner avancierte.

In einem straffen Programm geht es für die Eisbären Regensburg schon am kommenden Dienstag um 20:00 Uhr weiter. Dann sind die Höchstadt Alligators zu Gast in der Domstadt.