STELLUNGNAHME DER EISBÄREN

Speaker 1

Zur Absage des für, Sonntag, 1. November 2020, in Halle geplanten Auswärtsspiels unserer Eisbären Regensburg dürfen wir selbst kurz Stellung nehmen: Auch wenn jetzt in zahlreichen Kommentaren Kritik an uns geübt wird, so haben wir uns zu jedem Zeitpunkt verantwortungsbewusst und schlüssig verhalten, gegenüber der Stadt Halle, gegenüber den Saale Bulls und vor allem auch gegenüber unserer Mannschaft. Die Kurzfristigkeit der geänderten behördlichen Vorgaben ließ – wie gefordert – für uns keine seriöse und nachhaltige Testung der Mannschaft zu. Somit ist die Spielabsage die Konsequenz, die wir bedauern, aber natürlich unter den gegebenen Umständen ohne weitere Kritik mittragen. Fair Play ist für uns auch außerhalb der Eisfläche wichtig.

Daniel Mischner, Präsident der Saale Bulls, hatte uns am Freitagmittag gebeten, ihm aufgrund kurzfristig geänderter behördlicher Vorgaben schnellstmöglich ein Schreiben zur Unterstützung der Argumentation gegenüber der Stadt Halle zu mailen, aus dem hervorgehe, dass eine Testung für die Eisbären nicht notwendig sei, da die Saale Bulls diese Testungen für Auswärtsteams, die in Halle antreten, ablehnen würden. Ich wurde von Herrn Mischner auch gebeten, folgenden Satz in das Schreiben aufzunehmen, dass die Eisbären zum Testspiel am Sonntag nicht anreisen würden, wenn die Stadt Halle weiterhin auf einer Testung bestünde. Diesen Satz habe ich mit Befremden zur Kenntnis genommen und daher nicht in besagtes Schreiben aufgenommen.

Testungen sind im Übrigen nicht Bestandteil des Hygienekonzepts des DEB. Die Eisbären führen – wie vom DEB empfohlen – vor jeder Trainingseinheit und jedem Spiel Fiebermessungen durch und protokollieren diese. Spieler mit Symptomen werden unverzüglich aus dem Spielbetrieb genommen und zur Testung zum Teamarzt geschickt. Symptomfreie Spieler werden nicht getestet.

Am Freitagabend hatte uns die Geschäftsstelle von Halle per Mail mitgeteilt, dass eine Testung nicht notwendig sei und wir zum Spiel am Sonntag anreisen könnten. Am Samstagmittag erfolgte dann ein weiterer Anruf, in dem uns mitgeteilt wurde, dass nun doch eine Testung notwendig sei. Diese war aber in dieser Kurzfristigkeit in Regensburg nicht mehr umzusetzen.

Den Vorschlag eines Schnelltests in Halle vor Verlassen des Busses mussten wir nach reiflicher Überlegung leider ablehnen, unter anderem auch, weil wir im Falle einer möglicherweise falsch-positiven Testung eines oder mehrerer Spieler diesen bzw. diese nicht mehr im Bus nach Regensburg mitnehmen hätten dürfen. Die Vorfälle der vergangenen Wochen im Fußball haben gezeigt, dass die Validität der Tests zweifelhaft ist, und im schlechtesten Fall bei nur einem falsch-positiven Test am Standort Regensburg drei Mannschaften in Quarantäne müssten, da in bei den Regensburger Eisbären Spieler zwischen der ersten Mannschaft, der U20 und der U17 durch die Mannschaften wechseln.

Christian Sommerer
Geschäftsführer der EVR Eisbären GmbH & Co. KG